Zwei saarländische Schüler sind Deutschlands beste Achterbahnkonstrukteure

14. Jun 2019

Nils Reiss und Julian Schwaiger setzten sich in Berlin gegen 2.274 "Jungingenieure" durch.

Bundespreisverleihung Berlin


Mit ihrer Achterbahn „golden snitch“ setzten sich Nils Reiss und Julian Schwaiger von der Montessori-Gemeinschaftsschule in Friedrichsthal gegen 2.274 „Jungingenieurinnen und -ingenieure“ in der Alterskategorie II (ab Klasse 9) durch. Sie wurden heute, am 14. Juni 2019, im Berliner Technikmuseum als bestes Team beim bundesweiten Schülerwettbewerb Junior.ING der Ingenieurkammern ausgezeichnet.

Schon im März beim Landesentscheid in Saarbrücken hatten die beiden Schüler mit ihrem ebenso originellen wie technisch gelungenen Achterbahnmodell überzeugen können. Die Bundesjury lobte insbesondere, das einfallsreiche Streckenlayout sowie Proportionen der Einzeltragelemente, die eine materialsparende effiziente Konstruktion versprechen.

Auch in der Alterskategorie I (bis Klasse 8) konnten zwei junge Saarländerinnen aus der Klassenstufe 5 die Jury überzeugen: Hannah Kemmer vom Ludwigsgymnasium in Saarbrücken und Lotta Schwaiger aus der Montessori-Gemeinschaftsschule in Friedrichsthal belegten mit ihrem Modell „offshore“ als jüngste Teilnehmerinnen beim Bundesentscheid einen hervorragenden 5. Platz.

„Mit diesem tollen Ergebnis auf Bundesebene stellen die saarländischen Schülerinnen einmal mehr sehr eindrucksvoll ihr Talent und technisches Verständnis unter Beweis“, zeigte sich der Präsident der Ingenieurkammer des Saarlandes, Dr.-Ing. Frank Rogmann, begeistert. „Wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, freue ich mich auf die zukünftigen Ingenieurgenerationen.“

Auch Dipl.-Ing. Ellen Petersson von der Deutschen Bahn AG hat die Zukunft im Blick: "Mit dem DB Sonderpreis möchten wir junge Mädchen dazu animieren, ihre Kreativität und Technikbegeisterung zu behalten und diese auch bei der Berufswahl, vorzugsweise bei der Deutschen Bahn zu berücksichtigen." 

Unter dem Motto „Achterbahn – schwungvoll konstruiert“ waren Mädchen und Jungen deutschlandweit aufgerufen, eine Achterbahn nach ingenieurtechnischen Kriterien im Modell zu bauen. Insgesamt beteiligten sich 4.600 Schülerinnen und Schüler aus vierzehn Bundesländern und investierten rund 40.000 Arbeitsstunden Durchschnittlich stecken in jeder Achterbahn etwa 23 Stunden Bauzeit – so viel wie nie zuvor.

Der Anteil der teilnehmenden Schülerinnen am Wettbewerb „Junior.ING“ stieg auch in diesem Jahr erneut an und lag bei 38,3 Prozent, im Saarland sogar bei 50,7 Prozent.

Die drei bestplatzierten Modelle jeder Alterskategorie werden erstmals im Deutschen Technikmuseum ausgestellt. Zu sehen sind sie in der Zeit vom 18. Juni bis 18. Dezember 2019.

Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundes­ministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

1. Platz in der Alterskategorie I (bis Klasse 8): 
In dieser Kategorie sicherten sich Timm Sauter und Elias Sauter mit ihrer Achterbahn "6 on the beach“ den ersten Platz. Beide besuchen die Realschule in Schömburg (Baden-Württemberg).

1. Platz in der Alterskategorie II (ab Klasse 9):
Bei den Teilnehmenden ab Klasse 9 ging der erste Platz an Julian Schwaiger und Nils Reiss von der Montessori Gemeinschaftsschule in Friedrichsthal (Saarland). Ihr Modell trägt den Namen „golden snitch“.

Sonderpreis der Deutschen Bahn für ein besonders gutes Mädchen-Team:

Über diese Auszeichnung konnten sich Sarah Hermle und Oana Marc von der Realschule in Schömburg (Baden-Württemberg) freuen. Für ihr Modell „ANTHEA“ erhielten sie den Sonderpreis der Deutschen Bahn.

Ausgewählt wurden die Preisträger von einer siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Hans Georg Reinke. Die beiden ersten Plätze waren mit jeweils 500 € dotiert. Die nachfolgenden Plätze 2 bis 5 konnten sich über 400 €, 300 €, 200 € und 100 € freuen. Der Sonderpreis der Deutschen Bahn war mit 300 € dotiert.

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